Welche Perspektive unsere Bewohner haben können:

Nach den bisherigen Erfahrungen hat sich gezeigt, dass durch eine intensive Betreuung in einem klar strukturierten Rahmen bei themen- und lösungsorientierter Arbeitsweise sowie gleichzeitig differenzierten Anforderungen und Angeboten auch bei ungünstiger Prognose bzw. sogar extrem schwierigem bisherigem Verlauf ein Zugang möglich werden kann und z.T. beeindruckende Entwicklungsmöglichkeiten bestehen.
Auch unsere  Außenwohngruppen haben uns in dieser Hinsicht voll bestätigt.
Wichtig ist dabei, dass sich die Arbeit an den tatsächlichen Potentialen der Bewohner orientiert und nicht an einer ungünstigen Prognose oder aktuellen Auffälligkeiten. Dazu gehört u.U. sehr viel Zeit, weil die Entwicklungschancen eines Bewohners oft erst im Laufe der Zeit und unter den Bedingungen differenzierter Forderung und Förderung deutlich werden. Für einen Teil der Bewohner kann dies für die Zukunft andere  Lebens‑ und Betreuungsformen möglich  machen, d.h. auch eine Wohngemeinschaft, betreutes Einzelwohnen oder die Selbständigkeit in der eigenen Wohnung. Auch differenziertere Arbeitsmöglichkeiten, längerfristig unter Umständen auch in Betrieben, können denkbar werden. Wichtiger als "äußerliche Merkmale" ist aber immer die psychische Stabilität.  Es geht dabei nicht um eine ggf. nur kurzfristige Unauffälligkeit nach außen (meist ohnehin nicht lange aufrechtzuerhalten), sondern um das Verständnis für die eigenen Gefühle und daraus entwickelte Formen, damit umzugehen (Bewältigungsstrategien) ‑ auch bzw. gerade dann, wenn es um unangenehme Gefühle geht!