Unsere Leitsätze

Ziele für unsere Bewohner und Leitsätze für unsere Mitarbeiter:

Ressourcen- und Entwicklungsorientierung
1          -> wir halten jeden Bewohner grundsätzlich im Rahmen seiner individuellen Ressourcen für entwicklungsfähig, d.h. fähig zu einer positiven Veränderung seines Verhaltens und Erlebens.

Ermunternde emotionale Basis
2          -> mit Wohlwollen, Wertschätzung, Interesse und Zutrauen wollen wir eine entlastende emotionale Basis für das Miteinander schaffen.

Entwicklungsanstoß („Reibung“) an normalen Konsequenzen / Fördern durch Fordern
3          -> auf dieser Basis wollen wir Entwicklungsmöglichkeiten suchen, förderliche Bedingungen organisieren, Zeit und Geduld dafür lassen und die Entwicklung unter Berücksichtigung eines “Normalitätsprinzips” anregen und begleiten.

Gute Gründe – tragisches Scheitern
4          -> wir gestehen bei allen (auch destruktiven) Handlungen subjektiv “gute Gründe” zu und interessieren uns für diese, um bessere, verträglichere Lösungen für das oft versteckte “Anliegen” zu finden und insbesondere dem Bewohner ein besseres Verständnis und Erleben von sich selbst zu ermöglichen.

Überlegungen (mit-)teilen
5          -> wir beziehen unsere Bewohner in unsere Überlegungen, Vorgehensweisen und Handlungen immer wieder mit ein, geben einen Überblick über Möglichkeiten und Konsequenzen und beteiligen Sie an dem gemeinsamen Gestaltungsprozess nach ihren individuellen Möglichkeiten so gut es geht.

Mitleben (Vorbild) und Erfolg erleben (lassen)
6          -> wir wollen über ein gemeinsames Handeln zu einer Aktivierung hinführen und darüber auch positive eigene Erfahrungen vermitteln.
Letztlich wollen wir dadurch eine Eigenmotivation und ein besseres Selbstmanagement für jeden Bewohner aufbauen. 

Wertschätzung und Klarheit
7          -> wir versuchen, unsere Bewohner auch im Umgang untereinander an einem solidarischen, toleranten und gerechten Verhalten zu orientieren.

„Realitäts- und Normalitätsorientierung“
8          -> wir versuchen, mit und für unsere Bewohner eine Brücke zur „äußeren Realität” zu schlagen und ihnen die Grundlagen für eine Integration in die Gesellschaft zu vermitteln.

Realitätskontrolle, Psychodynamik und Überblick
9          -> Der Aufbau realistischer Erwartungen und Ziele beinhaltet auch die behutsame, wo notwendig auch klärende Korrektur von Vorstellungen, Erwartungen und Handlungen, die immer wieder zu schmerzlichem Scheitern führen.

Verträglichen Stand erreichen und halten
 10      -> Wo eine Integration in die Gesellschaft nicht möglich ist oder eine Überforderung darstellt, ist die Integration in die Gemeinschaft der Gruppe oder der Einrichtung vorübergehend oder längerfristig eine legitime und im Einzelfall notwendige und entlastende Alternative.

Reflexion und Dokumentation
11       -> Wir überprüfen immer wieder im Team und mit den Bewohnern, welche Hilfestellungen diesen Zielen dienen oder welche andere Wege  und Möglichkeiten es geben kann.