Individuell in der Betreuung

Unser Grundkonzept:

in allen Bereichen ist es, durch das Miteinanderleben und ‑arbeiten unter möglichst realitätsgerechten Bedingungen eine Auseinandersetzung der Bewohner mit sich selbst und ihrer Umwelt (zunächst in der Einrichtung) in Gang zu bringen.
Unsere Standbeine sind dabei:

  • durch wohlwollendes Zutrauen und „Verstehen wollen“ eine Sicherheit zu bieten;
  • „Normalität“ in allen Bereichen, d.h. „normale Anforderungen“, denen die Bewohner nicht gewachsen sein müssen, die aber die Auseinandersetzung mit einer realen Umwelt fordern und fördern.
  • ein pädagogisch-therapeutisches Konzept zur Orientierung und Strukturierung;

(d.h. „bessere Lösungen“ als Förderung und Forderung alternativer Verhaltensweisen, deren positive Verstärkung, aber auch die Begrenzung von – oft selbst- und fremdschädigendem - Verhalten)

  • ein psychodynamisches Verständnis von den Problemen unserer Bewohner; (d.h. an welchen Situationen scheitert ein Mensch immer wieder, welche persönlichen „ungelösten Gefühle bzw. Themen“ sind damit  verbunden, warum wehrt sich jemand „hartnäckig“ gegen eine Veränderung, die doch „sinnvoll“ wäre usw...., d.h. welchen „Sinn“ erfüllen die Auffälligkeiten und Störungen)

In dieser Kombination gelingt es immer wieder, auch aus akuten psychischen Krisen Ansätze für ein besseres Verständnis der Themen und bessere Bewältigungsstrategien zu finden – und damit  Klinikeinweisungen zu vermeiden.
Sowohl im Wohn‑ als auch im Arbeitsbereich liegt damit der Schwerpunkt auf einer klaren Struktur, der Reflexion der Handlungen und Abläufe, der gegenseitigen Kommunikation, dem Erfahren der Wahrnehmung durch andere und der Überprüfung der eigenen Wahrnehmung sowie ‑ als ganz wesentlichem Teil ‑ dem Bewusstmachen und „besseren Lösen“ der damit jeweils verbundenen Gefühle.
Dabei ist es die Aufgabe aller Mitarbeiter, immer wieder Situationen entsprechend zu gestalten bzw. aufzugreifen und klärend zu wirken.
Klarheit ‑ was ist los (mit mir, mit anderen) ‑ und Bewältigung der oft belastenden Gefühle ‑ ist wesentliche Methode und Ziel zugleich.
Daneben ergeben sich auch viele notwendige Lernprozesse durch  lebenspraktische Probleme.